19 der 32 Teilnehmer der Männer-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland stehen fest – zehn weitere europäische Vertreter werden Mitte Mai noch dazu kommen. Die erste Runde der Play-offs ging zwischen Mittwoch und Sonntag in Hin- und Rückspielen über die Bühne, jetzt stehen die acht Teams fest, die in der zweiten Play-off-Runde um die WM-Tickets spielen werden.
Den deutlichsten Erfolg in Hin- und Rückspiel feierte Serbien, das bei der EHF EURO 2026 die DHB-Auswahl geschlagen hatte, dann aber Gruppenletzter wurde. Am Ende betrug der Vorsprung auf Litauen 26 Tore – in Runde zwei wartet mit Ungarn aber ein anderes Kaliber. Zwei deutliche Siege feierten auch die Polen, die nun auf Österreich treffen, gegen Lettland, ausgeschieden ist hingegen EM-Teilnehmer Georgien. Obwohl die Georgier beide Spiele gegen Israel zuhause bestritten und der Ex-Gummersbacher Giorgi Tskhovrebadze 20 Treffer erzielte, reichte das 30:28 im Rückspiel nicht nach dem 32:29 der Israelis im Hinspiel – für die geht es nun gegen Doppel-Europameister Spanien.
Koray Ayar war der türkische Held im dramatischsten Play-off. Die Türken drehten eine 32:37-Heimniederlage gegen Rumänien noch. Ayar traf in Buzau mit dem Schlusspfiff zum 37:31, das genau ausreichte, um in die Duelle der zweiten Runde gegen Norwegen einzuziehen. Auch die Ukraine ist ausgeschieden – nach dem 24:27 im „Heimspiel“ in Bensheim gelang zwar ein 32:31-Auswärtssieg in der Slowakei, der reichte allerdings nicht zum Weiterkommen. Die Slowaken spielen nun gegen Nordmazedonien. Zudem setzte sich Bosnien-Herzegowina im Balkanduell gegen den Kosovo durch, nächster Gegner sind die Färöer. Montenegro feierte zwei Siege gegen Finnland und trifft nun auf Slowenien. Die letzten zehn europäischen WM-Teilnehmer werden in Hin- und Rückspiel zwischen 13. und 17. Mai ermittelt. Dazu kommen noch die Duelle zwischen Frankreich und Tschechien sowie Schweiz gegen Italien – die Gewinner dieser beiden Paarungen sind bei der WM 2027 für den Spielort Stuttgart gesetzt.
Alle zehn Sieger dieser Playoffs werden bei der WM-Auslosung am 10. Juni im Münchener Hofbräuhaus mit den weiteren 22 Teilnehmern auf die acht Vorrundengruppen verteilt. Offen sind derzeit neben den europäischen Vertretern noch ein WM-Teilnehmer aus der Nordamerika-Qualifikation sowie die beiden Länder, die IHF-Wildcards für das Turnier in Deutschland (13. bis 31. Januar 2027) erhalten. Aus Europa waren Gastgeber Deutschland sowie Titelverteidiger Dänemark direkt qualifiziert, bei der EHF EURO 2026 buchten Kroatien, Island, Portugal und Schweden die Tickets.
Tickets und alle Informationen zum Turnier sind über die offizielle Turnierwebsite handball2027.com abrufbar. Karten sind zudem ab jetzt auch über Eventim.de und alle offiziellen Vorverkaufsstellen erhältlich. Für die deutschen Vorrundenspiele in München und eventuelle deutsche Hauptrundenspieltage in Köln sind aktuelle keine Tickets mehr verfügbar.
Die zweite Runde der Play-offs für die WM 2027 in Deutschland:
Slowakei - Nordmazedonien
Bosnien-Herzegowina - Färöer
Tschechien - Frankreich
Schweiz - Italien
Montenegro - Slowenien
Serbien - Ungarn
Spanien - Israel
Griechenland - Niederlande
Norwegen - Türkei
Österreich - Polen
(gespielt wird zwischen dem 13. und 17. Mai in Hin- und Rückspielen)